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13. ISPO Weltkongress / ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK                  
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Fachgebiet -Obere Extremität-
Die prothetische Versorgung der oberen Extremität stellt das anspruchvollste Versorgungsgebiet dar. Die Faszination, die die komplexe Funktion der Hand und des Armes ausübt, wird in Theorie und Praxix unterrichtet.
Der Theorieteil in der Prothetik umfasst das Unterscheiden der verschiedenen Amputationstechniken mit deren Besonderheiten, die Einteilung der Amputationshöhen mit den entsprechenden Versorgungsmöglichkeiten bis hin zur Bandagentechnik. Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Einführung in die Elektrotechnik zum besseren Verständnis der Funktion einer myoelektrisch gesteuerten Prothese.
Der Theorieteil zur Orthetik behandelt in aller erster Linie die Biomechanik der oberen Extremität. In Anlehnung daran werden die wichtigsten Krankheitsbilder mit ihren pathologischen Veränderungen und den damit verbundenen Versorgungsmöglichkeiten dargestellt.
Die praktische Ausbildung umfasst zum einem die Versorgung von Unterarm-
Amputierten - Probanden mit einer myoelektrischen sowie die von Oberarm-Amputierten
- Probanden mit Eigenkraft-Prothesen. Hierbei steht in erster Linie die korrekte
Abform - und Schafttechnik im Vordergrund. Auch im heutigen Zeitalter der
Elektronik hat die Steuerung einer Prothese über ein Bandagensystem einen
festen Anteil in der Versorgungspraxis. Die Anfertigung einer Dreizugbandage
zur Steuerung der Oberarm-Prothese schließt daher den dreiwöchigen
Praxisunterricht ab. Die mit allen Neuerungen der Technik ausgestattete Werkstatt
erlaubt allerdings ebenso ein Ausprobieren und Verstehen der verschiedenen
Steuerungssysteme der momentan aktuellen Myo - Technik.
Fachbereich Prothetik



Fachbereich untere Extremität: Oberschenkelprothetik
Im Ausbildungsplan der Bundesfachschule im Bereich untere Extremität ist die Oberschenkelprothetik mit einem eigenen Fachbereich vertreten. Darin integriert ist die Versorgung von Knieex - und Hüftexartikulationen, die aber nicht den Schwerpunkt der Ausbildungszeit einnehmen.
Der Theorieteil beinhaltet folgende Punkte:
- Amputationshöhen und -techniken mit den damit verbundenen Besonderheiten
Stand und Gang des Menschen
- Möglichkeiten der Sofort - bzw. Frühversorgung von Patienten
Einteilung von Amputierten in verschiedene Aktivitätsklassen mit der
damit verbundenen Auswahl der Passteile
- Biomechanik quer- und längsovaler Schaftsysteme
- Systematik der Einteilung von Kniegelenken
- Prothesenaufbau/ Ganganalyse
- Biomechanik der verschiedenen Schaftkonstruktionen von Kniex- und Hüftexversorgungen
- Gangfehleranalyse und ihre Ursachen
Der Praxisteil im 2. Halbjahr beschäftigt sich Schwerpunktmäßig
mit der Oberschenkelprothetik, wobei die längsovale oder sitzbeinumgreifende
Schaft- technik und die Arbeit am Patienten im Vordergrund steht.
Die Bundesfachschule hält trotz aller CAD- Unterstützung der Industrie das Erlernen der Abformung knöcherner Strukturen mit der Hand und damit dem “Begreifen” der Anatomie des Menschen für elementar im Beruf des Orthopädie- Technikers.
Genau dieses üben die Teilnehmer gegenseitig in der Herstellung eines sitzbeinumgreifenden Ringes mit Anprobe unter Belastung.
Mit diesem Hintergrund wird die Arbeit am Probanden fortgesetzt über Gipsabdruck, Modelltechnik, Aufbau der Prothese mit anschließender intensiven Anprobe, Fehleranalyse und Modifizierung.
Ein am Computer modellierter Schaft mit Herstellung, Aufbau, Anprobe und Fehleranalyse bildet einen weiteren Schwerpunkt des praktischen Unterrichtes. Auch für diesen Bereich werden Probanden eingeladen zur praxisgerechten Ausbildung.
Das gilt ebenso für den Bereich der Knieexprothetik; über den Gipsabdruck bis hin zur intensiven Anprobe wird ein umfangreiches Wissen über das breite Spektrum dieser Versorgungtechnik vermittelt.
Darüber hinaus bietet die Bundesfachschule immer wieder Basis- als auch
Fortgeschrittenen- Seminare zu diesen Themen an. Eine frühzeitige Anmeldung
bei steigender Nachfrage und gleichzeitiger Teilnehmerbegrenzung ist zu empfehlen.
Diese ist notwendig, um eine intensive Betreuung der Teilnehmer zu ermöglichen
und so die bekannt hohe Ausbildungsqualität der Bundesfachschule für
Orthopädie- Technik aufrecht zu erhalten.
Fachbereich Unterschenkelprothetik und Fußprothetik
Im Rahmen des BUFA-Jahreslehrganges ist die Unterschenkelprothetik mit einem
eigenen Fachbereich vertreten.
Die Ausbildung findet statt in Theorie und Praxis, wobei der Theorieteil den
ganzen Themenkomplex von anatomische/pathologische Strukturen der Unterschenkelamputation,
über Biomechanik der Schaftsysteme, bis zu Prothesenaufbau und Ganganalyse
erarbeitet.Unterschiedliche Varianten von Schaft- und Prothesentypen werden
im Praxisunterricht an Patienten hergestellt.
Eine Unterschenkelprothese mit suprakondylärer Fassung wird mit Botta-Kosmetik
fertiggestellt, eine Silikonhaftschaftprothese mit Klarsichtschaft zur Anprobe
erstellt, sowie eine Schaftprobe für eine Gel-Liner-Prothese durchgeführt.
Neben den Fertigungstechniken legen wir besonders Wert auf die Arbeiten am
Patienten, wie genaue Passformkontrolle und Laufprobe.In ähnlicher Weise
wird ebenfalls das Thema Fußprothetik an der BUFA angeboten. Auch hier
teilt sich der Unterricht in Vermittlung von theoretischen Kenntnissen mit
anschließender Praxisanwendung am Patienten.
Über den BUFA-Jahreslehrgang hinaus gibt es zu
den Themen Unterschenkelprothetik und Fußprothetik auch Angebote im
Seminarprogramm der BUFA.
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