BUFA_SommerAkademieIn der Zeit vom 21. bis 24. August 2016 veranstalten wir in Zusammenarbeit mit dem Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik die sechste Sommerakademie.

Ziel der Sommerakademie ist eine gezielte Nachwuchsförderung im Orthopädietechnikerhandwerk durch den Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik und die Bundesfachschule für Orthopädie-Technik.

Schon während der Ausbildung sollen interessierte und engagierte Auszubildende durch fachliche, praktische und soziale Herausforderungen in ihren Fähigkeiten gefördert werden, miteinander in Kontakt treten und unter Anleitung von qualifizierten Lehrkräften an anspruchsvollen Aufgabenstellungen ihres Interessenbereiches arbeiten. Das Niveau entspricht dabei dem des beruflichen Alltags.
Die Konzeption der Sommerakademie basiert auf den Prinzipien der Schülerakademien:

  • Teilnehmen können besonders befähigte und motivierte Auszubildende. Sie leben und arbeiten während der Kursdauer in Dortmund zusammen.
  • Die Teilnehmenden werden durch Wissenschaftler, Lehrer oder andere Experten in fachspezifische Themengebiete eingeführt und unterrichtet. Sie werden zum selbständigen Wissenserwerb und zu eigenständigem Tun angeleitet. Dabei lernen sie wissenschaftliche Standards und Grundregeln wissenschaftlichen Arbeitens kennen.
  • Die Kursthemen werden aus verschiedenen Tätigkeitsfeldern der Orthopädie- und Rehatechnik so zusammengestellt, dass sich eine gute Mischung aus Theorie und Praxis ergibt. Ein möglichst weitgehender interdisziplinärer Informations- und Erfahrungsaustausch wird angestrebt und durch bestimmte Programmelemente unterstützt.
  • Die Kurse vermitteln grundlegendes Faktenwissen und trainieren systematisches und strukturelles Denken. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Vermittlung von fachspezifischen Methoden der Hilfsmittelversorgung.
  • Die Kursarbeit wird ergänzt durch sportliche, soziale oder kulturelle Aktivitäten.
  • Als wesentlicher Bestandteil der Arbeit wird in den Kursen eine Dokumentation erarbeitet. Hier werden in Kleingruppen das Kursthema, der Lernprozess und die Ergebnisse der Kursarbeit dokumentiert und abschließend in Form einer Präsentation zusammengefasst.

Die Sommerakademie 2016 besteht aus Kursen mit bis zu 32 Teilnehmenden, die bei Bedarf in Arbeitsgruppen unterteilt werden. Jede Arbeitsgruppe wird von zwei Kursleitenden betreut. Während der Akademie arbeitet jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer in einer Gruppe und nimmt an den gewählten Kursen teil.

Die Teilnehmenden werden einige wichtige Erfahrungen aus den Akademien mitnehmen. Durch die Arbeit in den Kursen haben sie die Chance,

  • bereits vorhandene Kenntnisse und Fertigkeiten zu erweitern und zu vertiefen;
  • gänzlich neue Gebiete kennen zu lernen und in sie einzudringen;
  • Grundsätze des wissenschaftlichen Arbeitens kennen zu lernen und zu praktizieren;
  • Techniken der mündlichen Darstellung (Präsentationstechniken) zu erwerben und zu verbessern;
  • Formen der schriftlichen Darstellung zu üben, besonders unter Beachtung wissenschaftlicher Standards;
  • ihre Kompetenzen im selbständigen Wissenserwerb und in der Verarbeitung und Verknüpfung von Wissen zu verbessern;
  • kooperative Arbeitsformen zu erproben und die Koordinierung mit Partnern bei der Erarbeitung von Gruppenleistungen zu üben;
  • ihre persönlichen Neigungs- und Fähigkeitsschwerpunkte abzuklären, auch hinsichtlich ihrer weiteren beruflichen Karriere.

Ein zentrales Anliegen der Akademien ist dabei, durch die Begegnung mit unterschiedlichen Experten die Perspektiven für die eigene Entwicklung zu bereichern, das interdisziplinäre Denken und Arbeiten anzuregen und den Horizont der bisherigen Lebens- und Erfahrungswelt zu erweitern.

Die Auszubildenden leben während der Akademie in einer Gemeinschaft von ähnlich interessierten und motivierten Jugendlichen. Das Erlebnis dieser Gemeinschaft, die gekennzeichnet ist von einem anregenden, offenen und toleranten Klima, ist für viele Teilnehmende eine wichtige und wertvolle Erfahrung. Schnell ergeben sich auch über die Akademie hinaus anhaltende Kontakte und Freundschaften, die u.a. auch über den Club der Ehemaligen aufrechterhalten werden können.

Dies alles kann nur mit hohem finanziellem und persönlichem Engagement geleistet werden. Der Bundesinnungsverband fördert die Sommerakademie finanziell und ideell.

Von den Teilnehmenden der Sommerakademie 2016 wird eine Eigenbeteiligung von 50 Euro erwartet. Damit sind auch alle Kosten für Unterkunft, Verpflegung Kursprogramm, Betreuung und die vom Veranstalter geplanten kursübergreifenden Aktivitäten und Exkursionen abgedeckt. Die Fahrtkosten zwischen Wohnort und Akademie sind von den Teilnehmenden selbst zu tragen ebenso wie Ausgaben für persönliche Bedürfnisse, Telefon, Porto, private Ausflüge, Fahrradmiete, zusätzliche Getränke o. A.

Ein Rücktritt von der Teilnahme ist bis zum 15. August 2016 (Eingang bei der BUFA) bzw. bis sieben Tage nach Versand der Entscheidung über einen Ermäßigungsantrag kostenlos möglich. Danach wird bei Rücktritt ohne wichtigen Grund (z.B. Krankheit) eine Bearbeitungsgebühr von 50 Euro erhoben.

Ermäßigung oder Erlass der Eigenbeteiligung
Die Eigenbeteiligung kann ermäßigt oder erlassen werden, wenn die Einkommensverhältnisse die Zahlung der Eigenbeteiligung nur zum Teil oder gar nicht zulassen. Kein Auszubildender sollte daher allein aus finanziellen Gründen von einer Bewerbung Abstand nehmen. Die Platzvergabe erfolgt ohne Berücksichtigung der Einkommensverhältnisse. Ein Antrag auf Ermäßigung oder Erlass ist erst nach Erhalt der Teilnahmezusage zu stellen. Die Beurteilung der Bedürftigkeit folgt im Wesentlichen den Regeln des BAföG.

Zeitplan
Das Bewerbungs- und Verteilungsverfahren 2016 läuft mit folgenden Terminen:

  • Bis zum 30. Juni (Datum des Poststempels) muss die Bewerbung an die Bundesfachschule für Orthopädie-Technik, Schliepstr. 6-8, 44135 Dortmund, Sommerakademie, abgesandt sein.
  • Die Zusagen und Absagen werden bis zum 15. Juli an die Bewerber versandt. Bitte nicht vorher nachfragen!
  • Bei einer Zusage muss die Eigenbeteiligung bis zum 16. August 2016 auf dem Konto der Bundesfachschule eingegangen sein. Spätestens zu diesem Termin muss alternativ der Antrag auf Ermäßigung oder Erlass der Eigenbeteiligung bei der BUFA vorliegen. Er wird innerhalb weniger Tage bearbeitet.

Anreise
Rechtzeitig vor Beginn der Sommerakademie werden die Adressen der Teilnehmenden versandt, damit sie sich für die Fahrt absprechen und Fahrgemeinschaften bilden können. Mit der Anmeldung erklärt sich die Bewerberin bzw. der Bewerber einverstanden, dass die Adresse zu diesem Zwecke weitergegeben werden darf.

Ferientermine
Die Sommerferien liegen in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich, sodass die Sommerakademie vielleicht nur teilweise in die Ferienzeit fällt. In diesem Fall ist es erforderlich, bei der Schule und/oder Schulaufsichtsbehörde einen Antrag auf Freistellung vom Unterricht zu stellen. Der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik wird nötigenfalls solche Anträge unterstützen.

Ablauf der Bewerbung
Der Weg zur Teilnahme an der Sommerakademie läuft über zwei Stufen:

Zunächst muss ein Auszubildender einen Nachweis der besonderen Leistungsfähigkeit und Motivation erbringen. Hier ist das Ergebnis der Zwischenprüfung ein wichtiger Entscheidungsparameter. Erst wenn dieser Nachweis vorliegt, kann die Berufsschule, die Innung (Gesellenprüfungsausschuss) oder der Ausbildungsbetrieb dem Auszubildenden eine Empfehlung aussprechen. Mit der Empfehlung bewirbt der Auszubildende sich zur persönlichen Teilnahme an der Sommerakademie 2016. Einsendeschluss 30. Juni 2016.

Teilnahmevoraussetzung
Teilnahmeberechtigt sind Auszubildende, die zum Zeitpunkt der Bewerbung im ersten oder zweiten Lehrjahr sind und die ihre besondere Leistungsfähigkeit bereits nachgewiesen haben.

Über Empfehlung:
Im Juni 2016 werden dazu von der BUFA alle Berufsschulen mit Fachklassen OT und alle Innungen für Orthopädie-Technik angeschrieben und gebeten, bis zu zwei begabte Auszubildende zu empfehlen. Die Empfehlungen sind bis zum 30. Juni an die BUFA zu senden. Da die Kapazität begrenzt ist, muss die Zahl der Empfehlungen je Innungsbereich begrenzt werden.

Wenn ein Auszubildender sich auf eigene Initiative bewerben möchte, sollte er dies zunächst mit seiner Berufsschule besprechen, damit die Bewerbung aus dem Schulkontingent erfolgen kann. In Fällen, in denen die Berufsschule nicht beteiligt werden soll, besteht die Möglichkeit zur Selbstempfehlung.

Über Selbstempfehlung:
Die Selbstempfehlung eines Auszubildenden kann nur bearbeitet werden, wenn die persönliche Leistungsfähigkeit und Motivation überzeugend begründet und nachgewiesen wird.

Jeder Auszubildende kann grundsätzlich nur einmal am Programm der Sommerakademie teilnehmen.

Entscheidung über die Bewerbung
Auf der Grundlage der Bewerbungen entscheidet die BUFA über die Vergabe der Plätze.
Ablehnung einer Bewerbung beinhaltet keinerlei Aussage über die Qualifikation des Bewerbers.
Die BUFA benachrichtigt Anfang Juli die Bewerber über den Ausgang ihrer Bewerbung.

Nachrückverfahren
Sollte ein Bewerber nach Platzzuteilung absagen, wird ein Nachrückverfahren durchgeführt. Bewerber die eine Absage erhalten haben, werden in das Nachrückverfahren mit einbezogen. Damit möglichst kein Platz in der Sommerakademie unbesetzt bleibt, wird das Nachrückverfahren erst mit Beginn der Sommerakademie abgeschlossen.

Veranstalter
Die Sommerakademie wird gefördert vom Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik. Träger ist der Bundesfachschule für Orthopädie-Technik e.V.